Der Obst- und Gemüseanbau

Der Gemüseanbau
Der Anbau an Gemüse umfasst in Deutschland circa 1006 km². Damit erzielen wir einen Selbstversorgungsgrad von knapp 40%. Wohingegen im Durchschnitt jeder Deutsche circa 94 kg Im Jahr konsumiert. Der Gewinn des bundesweiten Gemüseanbaus beträgt somit jährlich um die 1,3 Milliarden Euro. Es gibt verschiedene Anbauarten. Die wichtigsten Gemüsearten die im Freiland angebaut werden, sind der Spargel, der trotz seiner kurzen Angebotszeit im Frühjahr mit mehr als 150 km² an Anbauflächen ausmacht. Dann folgen Karotten, Weiß- und Blumenkohl.  Die Anbauflächen von anderen Gemüsesorten wie auch Spinat, Gurken und Salat machen weniger als 50 km² aus. Wenn man das ganze mal Regional anschaut, gibt es in Nordrhein- Westfalen die meisten Betriebe die Gemüse anbauen. Der gesamte Bereich am Niederrhein ist gut dafür geeignet durch sein mildes Klima und seine sehr besonderen Böden.  Im großen Umfang wird dort die Herstellung von Gemüse für den Frischemarkt betrieben. Auch die Vorderpfalz ist ein weiteres Zentrum für den deutschen Gemüseanbau. Frühgemüse ist dort sehr begünstigt, durch die leicht, schnell erwärmbaren Böden und die geeigneten Klimabedingungen. Das größte Spargelanbaugebiet liegt bei Hannover und Braunschweig. Und für den Kohlanbau ist die Gegend bei Dithmarschen in Schleswig- Holstein bekannt.

Durch die Klimaverhältnisse in Deutschland müssen einige Gemüsesorten grundsätzlich oder zu mindestens außerhalb der bestimmten Jahreszeiten in Gewächshäusern angebaut werden. In Gewächshäusern werden meist Tomaten oder Gurken angebaut, sowie auch Feld- und Kopfsalate. Diese sind Arten die wärmebedürftig sind. Jedoch lohnt es sich nicht im Winter in Gewächshäusern anzubauen, da dass Angebot von Gemüse in den 3- 4 Monaten nicht ausreicht. Baden- Württemberg ist die größte Anbaufläche durch Gewächshäuser (495 ha), danach folgt Bayern mit 257 ha.

 

Der Obstanbau
Fast 69.000 ha machen den deutschen Obstanbau aus. Im Jahr nimmt jeder Mensch im Durchschnitt circa 100 kg frisches Obst zu sich. Aber der Verzehr ist in den vergangenen Jahren gestiegen, da viele Menschen sich Gesundheitsbewusster ernähren.  Es muss sehr gut überlegt werden, wo die Obstsorten angebaut werden, da die verschiedenen Klima- und Bodenansprüche eine große Rolle spielen. Deswegen konzentriert man sich in der Republik auf einige gute Gebiete. In Niedersachsen, an der Elbe, gibt es das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet. Da sind die Klimabedingungen am günstigsten. Mit einer Durchschnittstemperatur von 7,5°C und der Niederschlagsrate von über 700 mm/ J ist es dort perfekt für die Produktion von Äpfeln, Kirschen und Beerenobst.

Flächen für den Verkaufsanbau von Obst
Von allen heimischen Obstsorten ist der Apfel mit über 31.000 ha die Obstsorte mit der größten Anbaufläche. Er braucht keine hohen Temperaturen, dafür verlangt er aber eine angemessene und regelmäßige Wasserzufuhr und gut durchlüftete, humusreiche Böden. Niedersachsen, die Region beim Bodensee und der Bereich Kempten- Krefeld in Nordrhein- Westfalen, sind bekannte Anbaugebiete von Apfelsorten.
Süß- und Sauerkirschen sind den Äpfeln sehr gleich, aber sie sind anfällig gegen Spätfröste. Überwiegend werden sie in Hessen, bei Kassel, und bei Wiesbaden sowie auch in Niedersachsen erzeugt.
Birnen gibt es sehr selten in Deutschland, da sie sehr anfällig auf spätfrost sind und ein milderes Klima benötigen. Deswegen werden sie fast nur in Bereichen Baden- Württembergs angebaut, wie in der Gegend Neckar und in der Oberrheinebene.
Pflaumen und Zwetschgen haben die gleichen Temperaturansprüche wie Äpfel, Kirschen und sogar Dill. Die Temperatur muss nicht sehr hoch sein und sie brauchen auch nährstoffreiche Böden mit gutem Wasserspeichervermögen. Sie werden hauptsächlich in der Gegend Neckar in Baden- Württemberg angebaut.